Akupunktur

Akupunktur ist die bekannteste Heilmethode der traditionellen chinesischen Medizin.

Hierbei werden Akupunkturnadeln in bestimmte Körperbereiche, nämlich Akupunkturpunkte, gestochen. Die Auswahl der Punkte richtet sich nach dem Beschwerdebild des Hundes. Dabei wird der Patient in der traditionellen chinesischen Medizin immer als eine Einheit aus Körper und Geist gesehen. Deshalb wird zum Beispiel bei einer Gelenkserkrankung nicht nur das Gelenk behandelt, sondern auch alle dazu gehörigen Strukturen. Die Akupunktur ist eine ganzheitliche Therapiemethode.

 

Grundgedanke der Akupunktur

Der gesamte Körper ist von Energie-Leitbahnen durchzogen. In einem gesunden Körper kann die Lebensenergie ohne Störungen in diesen Leitbahnen fließen. Ist der Körper jedoch in irgendeinem Bereich erkrankt, liegt ein Stau des Energieflusses im Körper vor. Das energetische Gleichgewicht ist gestört.

Durch das stechen der Akupunkturnadeln in bestimmte Akupunkturpunkte, die sich auf den Leitbahnen im Körper befinden, lässt sich der ungestörte Energiefluss wiederherstellen und der Körper kommt zurück ins Gleichgewicht.

 

Können Akupunktur und Schulmedizin miteinander kombiniert werden?

 

Ja, und das ist auch sehr sinnvoll. Beide Therapierichtungen können sich sehr gut unterstützen. Die Schulmedizin richtet ihren Blick auf das lokale Geschehen; zum Beispiel auf das Organ oder Gelenk. Die Akupunktur hingegen, richtet den Blick auf den Hund in seiner Gesamtheit.

 

Werden beide Behandlungsansätze parallel angewendet, so kommt es häufig zu einem deutlich schnelleren Heilungsverlauf.

 

Welche Voraussetzung  gibt es für die Akupunktur beim Hund?

 

Die Voraussetzung für eine Akupunkturbehandlung ist eine sorgfältige klinische Untersuchung. Alle bisherigen Befunde werden herangezogen, um dann einen individuellen Akupunktur Behandlungsplan für Ihren Hund zu erstellen.

Wie läuft eine Akupunktur-Behandlung beim Hund ab?

 

Bei einer Akupunkturbehandlung werden Akupunkturnadeln in die, bei der Untersuchung festgelegten, Akupunkturpunkte des Hundes gestochen. Diese Nadeln werden ungefähr 20 bis 30 Minuten an den Punkten belassen. Anschließend fallen sie entweder von selbst heraus oder werden sanft entfernt.

 

Ist eine Akupunkturbehandlung für den Hund schmerzhaft?

 

Der Hund spürt einen kleinen Stich, wenn die Akupunkturnadel die Haut durchdringt. In der Regel ist das schmerzfrei. Die Nadeln sind sehr dünn und oft beschichtet, so dass der Einstich kaum bemerkt wird. Das Verweilen der Nadeln ist nicht schmerzhaft. 

 

Es kommt zu einer Entspannung und viele Hunde schlafen sogar während der Behandlung ein.

 

Laserakupunktur

Sollte es dennoch vorkommen, dass ein Hund die Akupunktur mit Nadeln nicht toleriert, so kann mit der schmerzfreien Laserakupunktur gearbeitet werden.

 

Bei welchen Erkrankungen 

ist eine Akupunktur oder Laserakupunktur beim Hund sinnvoll?

Bei Schmerzen
 

  • akute und chronische Schmerzen, wie bei Arthrosen oder Lahmheiten

  • Schmerzen nach Operationen

  • Rückenbeschwerden, zum Beispiel Spondylosen oder Bandscheibenvorfälle

  • Muskelverspannungen

 

bei Organerkrankungen
 

  • unterstützend bei chronischen Erkrankungen der Leber oder der Niere

  • bei Verdauungsstörungen